Lelant – einstiges Hafenörtchen am Westufer des Flusses Hayle und Geburtsort von Rosamunde Pilcher.
Rosamunde Pilcher wurde am 22. September 1924 in Lelant (Betonung auf der zweiten Silbe) geboren. Sie kam in einem bescheidenen, victorianischen Reihenhaus namens „Chilecito Villas“ auf die Welt, das sich rechter Hand auf der A 3074 Richtung St Ives befindet. Damals war es eine Pension und ihre Eltern wohnten hier nur sechs Wochen, bis die eigene Villa, „The Elms“, bezugsfertig war. Wie das Zuhause „Riverview House“ ihrer Romanheldin Judith in „Heimkehr“, liegt der Bahnhof auch in Wirklichkeit „am unteren Eingang in den Garten ... genau gegenüber.“ In diesem Haus verbrachte sie zusammen mit ihrer Schwester Lalage ihre Kindheit und Jugend. Hier verfasste sie mit 15 ihre ersten Kurzgeschichten, die nicht veröffentlicht wurden, jetzt jedoch als Vorlagen für weitere ZDF Verfilmungen zu neuen Ehren kommen.
Mit Rosamunde Pilchers Romanen im Gepäck kann man Orte und Landschaften Cornwalls punktgenau festnageln. Die tägliche Bahnfahrt Judiths zur Schule in „Heimkehr“ zum Beispiel beschreibt die Strecke zwischen Lelant und St Ives, die sich drei Meilen an einem atemberaubenden Küstenstrich entlang schlängelt: „Felsen und steile Abhänge, Buchten und Strände, bezaubernde kleine Cottages und schmale Wege zwischen winzigen Wiesen, auf denen im Frühling gelbe Narzissen blühten. Dann kamen die Sanddünen und der riesige, menschenleere Strand, den sie inzwischen als ihren eigenen betrachtete.“ Der hier beschriebene Strand ist besagter Porthminster Strand in St Ives, wo Rosamunde als Kind oft baden ging, und wo es Attraktionen wie Zelte, Sonnenschirme und Eisverkäufer gab.
Gedreht wurde in Lelant auf dem Friedhof der Kirche St Uny, die aus dem 15. Jahrhundert stammt. Mit einem atemberaubenden Blick über die Hayle Flussmündung und die Sanddünen stellt er den Hintergrund der grossen Aussprache zwischen dem Ehepaar Haverstock im Film „Wolken am Horizont“ dar. Auch die Friedhofsszene in “Land der Sehnsucht” spielt hier.